War die Pest so ähnlich wie Corona?

Im Geschichtsunterricht der 7b kam die Frage auf, ob denn die mittelalterliche Pest mit Corona vergleichbar war. Diese Frage wurde zum Anlass genommen, um in einem auf mehrere Wochen angelegten Projekt die beiden Pandemien gegenüberzustellen. Die Schülerinnen und Schüler kamen dabei auf interessante Parallelen, deckten aber auch zahlreiche Unterschiede auf.

Jayden Koop und Niklas Ziegler im Rollenspiel

Viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede

Wie Corona wurde die Pest von Asien nach Europa gebracht. Die Quellen nennen das asiatische Reitervolk der Tataren, die die Stadt Caffa auf der Insel Krim belagerten und ihre Toten, die an der Pest gestorben waren, in die Stadt katapultierten. Über die Ratten, die Nahrung auf den Schiffen suchten, erreichte die Pest bald die Städte an der östlichen Mittelmeerküste und schließlich im Frühjahr 1348 Europa. Im Vergleich dazu breitete sich das Coronavirus in unserer globalisierten Welt rasend schnell auf dem gesamten Erdkreis aus.

Ähnlich wie bei Corona gab es auch bei der Pest verschiedene Varianten. Während wir die verschiedenen Varianten des Corona-Virus nach griechischen Buchstaben benennen, kursierten nach 1348 die Beulenpest und die Lungenpest in Europa. Die meist tödlich verlaufende Lungenpest wurde wie Corona von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion übertragen. Die Sterberate betrug bei der ersten Pestwelle 30 Prozent, ungefähr 18 Millionen Menschen verloren dabei in Europa ihr Leben. Von solch hohen Zahlen werden wir heute – dank einer Impfmöglichkeit und der guten medizinischen Versorgung – glücklicherweise verschont.

Interessant ist auch die Tatsache, dass sich die Maßnahmen ähneln, die damals und heute ergriffen wurden, um die Pandemie einzudämmen. In den vergangenen beiden Jahren mussten wir Quarantäne-Maßnahmen, Schulschließungen sowie Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen über uns ergehen lassen. Auch die Obrigkeiten im Mittelalter untersagten Menschenansammlungen, indem sie Trauerversammlungen verboten. Zudem riegelten sie die befallenen Häuser ab.

Sowohl bei Corona als auch bei der Pest gab es unterschiedliche Erklärungsversuche, wie die Krankheit entstanden sein könnte. Wurde Corona in einem chinesischen Labor freigesetzt oder verbreitete sich das Virus über Tiere, die auf einem Markt in Wuhan verkauft wurden? Im Mittealter glaubte man, dass die Pest eine Strafe Gottes für die Sünden der Menschen sei. Zeitgenössische Gelehrte gingen von der „Pesthauchtheorie“ aus. Giftige Dämpfe hätten sich angeblich immer weiter ausgebreitet. Deshalb trugen die Pestärzte auch immer Masken mit langen Schnäbeln, in die sie wohlriechende Kräuter steckten, damit sie den „Pesthauch“ nicht einatmen mussten. Dadurch schützten sie sich – obwohl ihre Erklärung falsch war – vor einer Tröpfcheninfektion.

Foto der Universitätsbibliothek Würzburg: Illustration des Würzburger Historikers Lorenz Fries zu den Pogromen des Jahres 1349

Die grausamen Ereignisse in Würzburg im Jahre 1349

Als Schwerpunkt unseres Projekts untersuchten wir anhand von Quellen, wie die Menschen in Würzburg mit der herannahenden Pest umgingen. Die Siedlung am Main war gewarnt, weil in vielen benachbarten Städten die Pest schon ausgebrochen war. Als schlechtes Zeichen sahen die Bürgerinnen und Bürger an, dass die Weinreben im April 1349 erfroren waren und dass es zwei rivalisierende Bischöfe in der Stadt gab, die um den Bischofsstuhl stritten. Auch die Geißler, die von einem Ort zum anderen zogen und das Ende der Welt prophezeiten, versetzten die Bürger in Angst und Schrecken. Dadurch angestachelt verurteilten die Würzburger alle Juden der Stadt vor einem Gericht, sperrten sie in ihre Häuser und brannten diese an. Dadurch starben Schätzungen zufolge ungefähr 1000 Juden, die ihr abgesondertes „Ghetto“ am heutigen Marktplatz hatten. Hintergrund dieses grausamen Mordens waren Falschmeldungen, die besagten, dass Juden angeblich Brunnen vergifteten und die Pest dadurch verbreitet hätten.

Auch heute gibt es zahlreiche „Fake News“ in Bezug auf die Pandemie. Ein solch grausames Vorgehen wie in Würzburg 1349 ist heute (noch) nicht zu verzeichnen, auch wenn Polizisten bei den Anti-Corona-Protesten immer häufiger zur Zielscheibe von Gewalt werden.

Positives Fazit

Abgerundet wurde unser Projekt, in dem die Schülerinnen und Schüler viele Quellen befragten, aber auch durch szenisches Spiel immer wieder aktiv werden durften, durch einen Ausblick in die Zukunft. Während die Pest durch den Einsatz von Antibiotika fast eingedämmt ist, verbreitet sich Corona noch immer rasend schnell. Neben der Impfung gegen den Virus liegt die Hoffnung auf Medikamente, die die schweren Verläufe abmildern sollen.

Die Schülerinnen und Schüler zogen abschließend eine positive Bilanz des Projekts: „Ich fand es interessant, wie sich die Menschen früher die Pest erklärt haben und wie sie damit umgegangen sind“, meint Christian Schraud. Und sein Mitschüler Mathias Pineker ergänzt: „Dadurch, dass wir immer den Vergleich zu Corona gezogen haben, ist Geschichte echt spannend geworden.“ Um die Projektergebnisse einem breiten Publikum zukommen zu lassen, sind eine Wandzeitung in der Schule und Vorträge geplant.

Andreas Reuter

Besuch des Studienseminars an der Waldorfschule

Am Dienstag, 14.12.2021, besuchte unser Studienseminar mit ihrem Pädagogik-Seminarlehrer Herrn Reuter die Freie Waldorfschule Würzburg.

Der erfahrene Waldorf-Pädagoge Martin Müller nahm sich rund zwei Stunden Zeit, um uns durch die Schule zu führen. Dabei lernten wir die wichtigsten Grundsätze der Waldorfpädagogik, die von Rudolf Steiner Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden, kennen. Wir durften die verschiedenen Klassenzimmer besichtigten und lernten dabei, dass jede Jahrgangsstufe einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt besitzt, der von der Entwicklung der Schülerinnen und Schüler bestimmt wird.

Die Besonderheiten der Waldorfschule wie der Epochenunterricht oder die Eurythmie (= Bewegungskunst) erläuterte Herr Müller sehr ausführlich und ging geduldig auf unsere Fragen ein.

Begeistert zeigte sich das Seminar über die schönen und weitläufigen Räumlichkeiten der Schule. Besonders angetan waren die jungen Lehrkräfte vom Werkraum, dem Töpferraum und der Schmiede.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Besuch, der den Horizont erweiterte und eine Alternative zu unserem staatlichen Schulsystem aufzeigte.

Andreas Reuter

Weihnachtspäckchen-Aktion

Die Schüler und Schülerinnen der WRS beteiligten sich in diesem Jahr an der Weihnachtspäckchen-Aktion von „Liebe im Karton e.V.“, einem Weihnachtsprojekt aus Würzburg.
Um den Kindern der Tafelbesucher aus ganz Mainfranken eine kleine Weihnachtsfreude zu bereiten, packten die Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit ihren Lehrkräften fleißig viele Päckchen.
Süßigkeiten, Kuscheltiere, Kleidung, Hygieneartikel, Bücher etc. wurden in die Päckchen gepackt, um anderen Kindern an Weihnachten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern!
Ein großes Dankeschön geht an die Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte, die an der Spendenaktion teilgenommen haben!
Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest!

(M. Saager)

Köstlicher Fairzember

Der erste Schnee hat uns nun eingeholt, der Winter ist da. Die vorweihnachtliche Zeit hat einen ganz besonderen Zauber inne und wegen der kalten Temperaturen ziehen sich die Menschen in ihre Häuser zurück. Um sich die Zeit im gemütlichen Zuhause zu verschönern, hat sich das Fairtrade-Team gedacht, die Schulfamilie mit fairen Rezepten zu inspirieren.

Denn was gibt es Gemütlicheres, als den leise rieselnden Schnee draußen zu beobachten, die besinnliche Musik und klassischen Weihnachtsfilme zuhause zu genießen und den frischen Plätzchengeruch aus der Küche wahrzunehmen?

Freut euch auf die kreativen Rezepte des Fairtrade-Teams, die die nächsten Wochen euren Dezember fairzauern werden.

Weihnachtskarten-Contest

Endlich mal wieder gab es einen Weihnachtskarten-Contest. Und die Jury aus Schulleitung (Herr John, Frau Scheller und Frau Brems/Kunsterziehung), den Verbindungslehrern (Frau Nun und Herrn Roth) zusammen mit der weiteren Kunstlehrkraft Frau Anacker hatten es diesmal wirklich schwer.
Aus zahlreichen gezeichneten, gemalten und collagierten Bildern wurden die besten Vorschläge ausgewählt und die Gewinner durften sich über ein Weihnachtsschokopäckchen von unserem Fairtrade-Team Frau Ferraro und Herrn Hay freuen. Für die ersten Plätze gab es zudem Gutscheine von der Bücherei Erlesen und Citygutscheine.

Aus den Klassen 5-7 wurde der beste Vorschlag für eine Karte von Alisa (7b) eingereicht und davon 500 Stück professioniell in einer Druckerei gedruckt. Die digitale Zeichnung von Nathalie (10c) war der beste Entwurf der Klassen 8-10 und wurde ebenfalls als Weihnachtskarte gedruckt. Die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte können diese in den nächsten Tagen für 50ct erwerben und sie werden auch an andere Schulen als Weihnachtspost versendet.

Die zweiten Plätze gingen für die Jahrgangsstufen 5-7 an Ava (5a) und Aurelian (5a) sowie für die Jahrgangsstufen 8-10 an Lina (10d) und Julia (8b). Die dritten Plätze 5-7 erreichten Linda (5a) und Noah (6a) und in der 8-10. Klasse Mariam (10d).

Gratulation an alle Gewinner!


Breakdance

Am Dienstag, 24.11.2021 hieß es wieder „Break it“ für alle 6. Klassen der Wolffskeel-Schule. Wie schon in den Jahren zuvor, besuchte uns Thomas Bagdas, auch in Insider Kreisen bekannt als „Baggi“  von der ersten bis zur vierten Stunde, und brachte unseren Kindern das sportliche Thema „Breakdance“ näher.

Der mittlerweile amtierende Weltmeister im Breakdance übte mit den Kindern nicht nur „Top Rocks“ im Stand oder leichtere „Powermoves“ am Boden, sondern thematisierte auch dem Breakdance innewohnende Aspekte wie Toleranz, gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und Umgang mit den Kindern. Zum Abschluss gab es dann eine kleine Aufführung der Kinder und kräftige Begeisterung und Applaus.

Wir freuen uns schon auf ein nächstes Mal!

Hr. Witzany 

Wolffskeel goes fair

Mit dem neuen Schuljahr startete auch ein neues Projekt an der Wolffskeel-Realschule. Ein Team aus siebzehn SchülerInnen der zehnten und siebten Jahrgangsstufe und zwei LehrerInnen schlossen sich zusammen, um Fairtrade-School zu werden. Damit dieses Ziel erreicht und auch langfristig der Fairtrade-Gedanke verfolgt werden kann, ist es wichtig, sich mit dieser Thematik tiefgehend zu beschäftigen und zu identifizieren.

Was zeichnet eigentlich eine Fairtrade-School aus?

Die Fairtrade-Schools-Kampagne bietet Schulen die Möglichkeit, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Titel „Fairtrade-School“ können Schüler ihr Engagement nach außen tragen und Freunden und Familie zeigen, wie kreativ sie sich für den fairen Handel an ihrer Schule und im Schulumfeld einsetzen.

Nach einigen Treffen des Fairtrade-Teams, in deren Rahmen ein reger Ideenaustausch stattfand, ergab sich als erster wichtiger Schritt der Besuch des Weltladens in Würzburg mit dem Ziel, eine lange und vertrauensvolle Kooperation aufzubauen. In diesem Zuge wurden uns die bunte Produktpalette des Ladens und die Bildungsmöglichkeiten vorgestellt, die sehr inspirierend für unser Team waren. Wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit mit dem sehr sympathischen und engagierten Team des Geschäfts.

PausenFairkauf

Einige Produkte konnten wir schon für einen ersten Test-Pausen-Fairkauf und für das Lehrerzimmer aussuchen, sodass einem baldigen und fairen Geschmackserlebnis nichts mehr im Wege stand. Und so konnte bereits der St. Martinstag fair gefeiert werden. Am 11.11.21 fand dementsprechend der erste Pausenverkauf statt, an dem es die fairen Martinsschokoriegel von GEPA und des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ gab.

Wir hoffen sehr, dass unsere Auswahl bei der Schulfamilie gut ankommt und wir zukünftig regelmäßig unseren Fairkaufsstand planen können.

Wir feiern den Weltputzfrauentag

Der 8. November steht ganz im Zeichen der Reinigungskräfte. Denn seit 2004 wird dieses Datum als Internationaler Tag der Putzfrau gefeiert. Das nahmen sich die SchülerInnen der Klasse 5g in Zusammenarbeit mit dem Fairtrade-Team zum Anlass, um unsere Putzfeen Maria, Galina, Sinaida und Krasimira für ihre nicht nur in Pandemiezeiten wichtige Arbeit zu feiern.

Also bastelten und gestalteten sie bunte Karten, Gedichte, Bilder und schrieben sogar Geschichten und ein Lied zu ihren Ehren.

Das Fairtrade-Team besorgte zusätzlich faire Blumen und Schoki, sodass die feierliche Überreichung auf dem Pausenhof stattfinden konnte. Mit leuchtenden und glänzenden Augen nahmen die Damen ihre Geschenke entgegen.

Dieser Tag hat uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, nicht nur jedes Mitglied unsere Schulfamilie zu schätzen, sondern es auch häufiger zu zeigen.

Konferenzen und Kunst

Der zweite Donnerstag der Ganztagsklasse 5g stand unter dem Motto „Konferenzen und Kunst“. Wieder einmal erlaubte das goldene Herbstwetter den Unterricht draußen. Die Klasse bildete drei Gruppen und bekam die Aufgabe, ein Kunstwerk zum Leben zu erwecken. Vorbild war die Skulpturengruppe „Meeting“ von Wang Shugang. Diese sollten sie nachstellen und ein Meetingsgespräch zu einem selbst gewählten Thema verfassen und dann stattfinden lassen.

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