Videokonferenz mit dem Kürnacher Bürgermeister

Im Sozialkundeunterricht der Realschule spielen politische Strukturen und Entscheidungen auf kommunaler Ebene eine wichtige Rolle. Deshalb wurde es den Schülerinnen und Schülern der Klassen 10a und 10b ermöglicht, mit einem kommunalen Entscheidungsträger direkt ins Gespräch zu kommen. Auf Einladung des Sozialkundelehrers Andreas Reuter nahm sich dankenswerterweise René Wohlfahrt, Bürgermeister von Kürnach, insgesamt 90 Minuten Zeit für unsere Abschlussschüler. Um den Infektionsschutz im Zuge der Corona-Pandemie zu gewährleisten, fand das Treffen als Videokonferenz statt.

Zu Beginn ging Wohlfahrt kurz auf seine Biografie ein. Die Schülerinnen und Schüler sahen an seinem Werdegang, dass unser Schulsystem sehr durchlässig ist und viele Karrieren heutzutage nicht geradlinig verlaufen. Nach Abschluss der Mittelschule absolvierte Herr Wohlfahrt zunächst eine Ausbildung als Elektroniker bei der Deutschen Bahn, bevor er über den „zweiten Bildungsweg“ (Bayernkolleg) sein Abitur nachholte. Er wurde anschließend Pilot und arbeitete viele Jahre in seinem Beruf. Nach der Insolvenz seiner Fluglinie nahm Herr Wohlfahrt noch einmal ein Studium auf und arbeitete zuletzt als Gewerkschaftssekretär bei der Deutschen Bahn, bevor er im März 2020 zum Bürgermeister von Kürnach gewählt wurde.

Im Anschluss startete die Fragerunde. Ein Schüler wollte gleich zu Beginn wissen, ob Herr Wohlfahrt schon immer Bürgermeister werden wollte. Prinzipiell habe er sich das vorstellen können, als er vor 20 Jahren mit seiner Frau nach Kürnach zog, so Wohlfahrts Antwort. Besonderes Engagement habe er schon zu Schulzeiten gezeigt, als er Klassen- und Schülersprecher war. In seiner Zeit als Pilot engagierte er sich in der Gewerkschaft seiner Fluglinie. Besonders positiv schätzt Herr Wohlfahrt ein, dass man durch kommunalpolitische Arbeit in seiner Gemeinde positive Impulse für die Lebensqualität der Mitbürger setzen könne, so zum Beispiel durch die Verbesserung der Straßen oder den Ausbau des Radwegenetzes.

Besonderes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie der Tagesablauf eines Bürgermeisters aussieht. Herr Wohlfahrt erklärte, dass es in jeder Woche feste Termine gebe (z.B. Gespräche mit den Mitarbeitern am Bauhof, Baustellenbegehungen), aber auch immer wieder spontanes Handeln erforderlich sei – gerade auch durch die Herausforderungen, die Corona mit sich bringt.

Es folgten viele weitere Fragen, die der Kürnacher Bürgermeister geduldig beantwortete: Wie viel verdienen Sie? Müssen Sie nach Ablauf Ihrer Bürgermeister-Tätigkeit noch einmal arbeiten? Wollte schon einmal jemand mit Ihnen ein Selfie machen? Welchen Dienstwagen fahren Sie? Haben Sie einen Bodyguard?

Die letzte Frage wurde nicht zur Erheiterung gestellt. Sie zielte auf die Tatsache ab, dass viele politische Amtsträger in letzter Zeit Bedrohungen ausgesetzt sind. Herr Wohlfahrt erläuterte, dass er bisher noch nicht bedroht wurde, dass er es aber sehr bedenklich sehe, dass die radikalen Strömungen in der Politik immer mehr Zulauf fänden. Insgesamt – so das Fazit des Bürgermeisters – überwiegen jedoch die positiven Aspekte, die lokalpolitisches Engagement mit sich bringe.

Am Ende gab es ein großes Dankeschön von Lehrer- und Schülerseite, dass Herr Wohlfahrt sich die Zeit genommen hatte, so offen und informativ auf die Fragen der Jugendlichen einzugehen.

Landessieg für unsere Wolffskeel-Forscher

Wie das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus vor kurzem mitteilte, erzielte unsere Klasse 9a den 1. Landespreis beim renommierten Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“. Die Wettbewerbs-Jury stufte ihr Projekt von den insgesamt 130 Beiträgen, die noch vor den umfangreichen Schulschließungen eingereicht worden waren, als eines der besten ein. Verbunden ist dieser Erfolg mit einem Geldpreis von 500 Euro, der in die Klassenkasse fließt.

Die erfolgreichen Schüler der Klasse 9a mit ihrem Lehrer Andreas Reuter (hinten links) und Schulleiter Ingolf John (hinten rechts)

„Schüler geben der Geschichte ein Gesicht.“ So hieß der diesjährige Titel des Geschichtswettbewerbs, an dem sich die Klasse unter Leitung ihres Deutschlehrers Andreas Reuter beteiligte. Als Projektthema wählte sie eine ganz naheliegende Frage: Warum heißt unsere Schule überhaupt Wolffskeel-Schule? Dass es sich um ein altes Adelsgeschlecht handelt, war den Schülern teilweise noch bekannt, unklar war, warum man sich in den Sechzigerjahren genau für diese Familie als Patronatsgeber entschieden hatte.

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„Flying Bird geit Flüüüüchel“ – Erfolg der Klasse 8b beim Dialektwettbewerb der Universität Würzburg

Das unterfränkische Dialektinstitut der Universität Würzburg führt in jedem Jahr für Achtklässler aller Schularten einen Dialekttag durch. Im Vorfeld der Veranstaltung, die am 17. März 2020 an der Universität stattfinden sollte, werden umfangreiche Arbeitsaufträge an die angemeldeten Klassen vergeben. Wegen der Corona-Pandemie konnten wir leider die Ergebnisse unserer Arbeiten nicht an der Uni vortragen. Es wurden aber dennoch Preise für die Wettbewerbsbeiträge, die im Vorfeld als PowerPoint abgegeben werden mussten, vergeben. Nach den Worten von Monika Fritz-Scheuplein, die den Dialekttag an der Uni Würzburg organisiert, können wir besonders stolz auf unser Abschneiden sein, denn wir waren die einzige Klasse, die gleich zwei Preise gewinnen konnte.

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Den Namensgebern unserer Schule auf der Spur

Schüler der Klasse 9a erforschen die Geschichte der Familie Wolffskeel

Als im Januar 1968 unsere Schule einen Namen erhielt, entschied man sich für den Namen „Wolffskeel-Schule“. Dies wurde damit begründet, dass Familienmitglieder dieses Adelsgeschlechts sowohl für die Stadt als auch für den Landkreis Würzburg, die sich die Trägerschaft der Schule teilen, eine bedeutende geschichtliche Rolle gespielt hatten. Schüler der Klasse 9a gingen nun in einem groß angelegten Projekt der Frage nach, ob die Persönlichkeiten aus dem Hause Wolffskeel auch heute noch als Vorbilder für unseren Schulalltag dienen können.

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Laufend Müll einsammeln

Auch in diesem Schuljahr gehen unsere Schüler der Trendsportart „Plogging“ nach. Der Begriff setzt sich aus den Bestandteilen „plocka“ (schwedisch für „aufheben“) und Jogging zusammen. Dabei sind die Läufer – mit Handschuhen und Abfallbehältnissen ausgestattet – in Bewegung und heben Müll auf. Somit tut man seinem Körper etwas Gutes und setzt sich gleichzeitig für den Umweltschutz ein.

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